Südinsel - 23.03. - 14.04.2013

Yo, es geht wieder los, es geht wieder rund! - Hab gehört bald ist Rummel in Wolfsburg? Fährt jemand 'ne Runde BreakDancer für mich, bitte? :)

Ok, kommen wir zum Thema. Ich weiß, ich bin ein bisschen late, aber mir graut es echt immer noch vor dem Eintrag, den ich jetzt schreiben werde. Fass drei abenteuerreiche und coole Wochen mal kurz zusammen... :/

 

Naja ich versuche es mal. Ich hoffe, ich bin erfolgreich...erst mal brauche ich mein kleines, schlaues, blaues Büchlein, sonst bekomme ich das alles selbst nicht mehr ganz zusammen.

 

Also, here we go:

 

23.03. - Tag 1 - Tagesziel: Christchurch Airport (~749km)

Jane und die Mädels brachten mich um kurz vor 2pm zur Bushaltestelle, wo Sarah auch schon ein wenig nervös auf mich wartete - ohne mich wäre sie nämlich nicht an Board des Busses gekommen. Ich war tatsächlich ein wenig spät dran, da ich meinen internationalen Führerschein vergessen habe und wir deshalb noch mal umdrehen mussten. Upsie!

Um 0205pm ist dann der Bus abgefahren und es ging nach Auckland. Um 0445pm waren wir am Flughafen, wo wir unsere Boardingpässe besorgten, die Backpacks abgaben und dann auch irgendwann in den Flieger stiegen, wo wir Zeit für einen Cookie und einen Tee hatten und sind dann um 0750pm in Christchurch gelandet.

Dort angekommen, holten wir uns unsere Renntrolleys, warteten auf unsere Backpacks und sind dann auf AirportErkundung gegangen. Leider hatten alle Geschäfte schon geschlossen und sonderlich groß ist der Flughafen auch nicht, sodass es dort nicht allzu viel zu entdecken gibt. Was ich erwähnen muss: Wir haben für diese Nacht keine Unterkunft gebucht und verbrachten sie so am Flughafen. Jennis erste Nacht aufm Flughafen. :D

Immerhin hatten wir unsere Renntrolleys, mit denen wir in dieser Nacht 2 oder 3 Trolleyrennen machten. Glücklicherweise hatte noch ein Café auf, dass uns durch die Nacht gebracht hat und wir haben auch von 0330am bis 6am tatsächlich Schlaf finden können.

 

24.03. - Tag 2 - Tagesziel: Lake Tekapo (~245km)
Dann gab es erst mal ein kleines Frühstück und dann haben wir um 0810am den Bus in die Stadt genommen. Ein weiterer Bus brachte uns zur FerryRoad, wo wir um 0845am ankamen und wo wir unseren Van um 11am abholen konnten, sodass wir dort 2h warten mussten. Um ein bisschen sportliche Aktivität zu haben, entschlossen wir uns irgendwann zu einem Linienrennen mitten auf der nicht zu stark befahrenen Straße. Das war echt lustig. :D Zum Glück gesellte sich dann noch der Alex zu uns, der auch auf einen Van wartete und auch Deutscher ist, mit dem wir über die letzte Stunde ein bisschen Smalltalk hielten.

Gegen halb12 hatten wir dann endlich die Schlüssel für unseren Van in der Hand - unser mobiles zuhause für die nächsten drei Wochen mit dem Namen BlackSabbath. :D

So mussten wir dann erst mal einkaufen und tanken fahren. Dann waren wir perfekt gerüstet für 3 Wochen Südinsel! Dann ging es auch schon los nach Lake Tekapo via Ashburton. In Ashburton haben wir halt zum Lunch gemacht, aber ansonsten ist dieser Ort auch für nichts zu gebrauchen. In Lake Tekapo enstanden die ersten "Uuhs" und "Aahs", als unsere Blicke auf den See fielen. Unendlich blau, total schön. :)

Natürlich erst mal ein Fotostop. ;D Dann fuhren wir kreuz und quer durch den Ort, bis wir an einer sehr klein geratenen, historischen Kirche und einer Hundestatur waren. Auch Fotos, natürlich. Dann irgendwann machten wir unser erstes Dinner. Sollte Meatwraps geben. Im Endeffekt schmeckte es aber eher wie Bolognesesauce auf Brot. Naja, wir hatten halt nur begrenzte Kochmöglichkeiten. :D

Dann war es auch schon dunkel geworden und wir wussten immer noch nicht, wo wir schlafen sollten. Sind dann erst mal Katharina in ihrem Hostel besuchen gegangen, die ich ja schon seit 2Monaten nicht mehr gesehen habe. Dann gegen halb9 sind wir auf die Suche nach einem Schlafplatz gegangen und haben auch tatsächlich einen gefunden: Irgendwo auf einem Feldweg, versteckt hinter irgendeiner Baumgruppe in der Hoffnung, dass wir nicht gefunden werden. Um 21Uhr schliefen wir. Aber wir waren auch müde.

 

25.03. - Tag 3 - Tagesziel: Oamaru (~221km)

HAPPY BIRTHDAY, SARAH! Ja, Sarah hatte Geburtstag. Das wurde dann auch gleich damit belohnt, dass uns anscheinend niemand gefunden hat. :D

Schnell bauten wir unser Bett zu einem Tisch um, aßen Frühstück(bestehend aus Müsli und haltbarer Sojamilch) und fuhren in die "Stadt" (btw: es ist iwie immer fast ein wenig lächerlich, hier von Städten zu reden. Ich mein: Man bezeichnet Brackstedt ja auch nicht als Stadt. Aber naja, hier ist das eben normal.), um uns dort auf eienr öfftl. Toilette umzuziehen und Zähne zu putzen: Das Leben eines geldsparenden Campers! ;D

Dann kamen auch schon Katharina und eine andere Sarah und wir fuhren zusammen weiter nach Lake Pukaki, wo wir nur kurz stoppten, um Fotos zu machen. Dann stoppten wir kurz in Twizel, um Sarah abzuladen. So ging es weiter Richtung Oamaru. Auf dem Weg sind wir noch bei allen möglichen Aussichtpunkten etc gestoppt und es wurden selbstverständlich auch viele Fotos geschossen.

Irgendwann in Oamaru angekommen erst mal ans Meer, wo wir ein bisschen spazieren gegangen sind. Dann sind wir wieder zurück in die Stadt zum Dinner gefahren. Dieser Abend beinhaltete nämlich ein sehr ordentliches, gutes, leckeres Dinner für uns - ich und Katharina haben Sarah zum Geburtstag eingeladen. :) Es war echt super lecker! Lachs in Blätterteig mit sonstwelchem Salat, geiler Soße und allem, was das Herz begehrt. Echt klasse.

Nach dem Dinner wollten wir dann Pinguine gucken gehen. Dafür ist Oamaru ja schließlich bekannt (und was anderes gibt es dort auch nicht..). Zuvor informierten wir uns darüber im iSite. Es gibt dort wohl zwei Strände, an denen man die kleinen Kerlchen beobachten kann, wie sie nach hause kommen. Wir entschieden uns an den Strand A zu fahren und dort Blue penguins anzuschauen. War leider nichts, denn das kostete 25$ und das erschien uns irgendwie relativ viel. So fuhren wir zum Strand B und stellten dort enttäuscht fest, dass die dort ansässigen yellow-eyed penguins schon nach Hause gekommen sind - naja, zumindest konnten wir sie im Gebüsch hören..

In dieser Nacht haben wir kackendreist vorm Hostel, in dem Katharina schlief, unseren Van abgestellt und dort gepennt. Natürlich gab es aber vorher für mich und Katharina (weil Sarah nicht so die Weintrinkerin ist :D) noch eine Flasche Wein. ;D Um halb12 waren wir dann im Bett.. :)

 

26.03. - Tag 4 - Tagesziel: Dunedin (~112km)

Von Oamaru ging es dann noch vormittags weiter nach Dunedin. Auf dem Weg sind wir noch bei den Moeraki Boulders angehalten. Irgendwie cool dort. :D

Dann sind wir nach Dunedin und dort selbstverständlich erst mal ins iSite. Das erste Ziel war dann die Baldwin Street - die steilste Straße der Welt. Und die ist echt steil, das ist krank. Wieso baut man Straßen mit 19% Steigung?? oô Die Autos, die da hoch fuhren, mussten auch echt kämpfen. Ganz lustig ;)

Dann lieferten wir Katharina in ihrem Hostel ab, waren noch einkaufen und sind dann zum Stadtteil St.Clair gefahren. Dort haben wir einen Platz zum Schlafen gesucht. Und es war meiner Meinung nach einer der besten, den wir in den ganzen drei Wochen hatten: Im Driveway eines älteren Paares, direkt am Strand. Das Ding ist halt, dass du nicht einfach überall Freedom Campen darfst. In einem Driveway sind wir aber sicher. ;) Die liebe Frau kam gerade nach Hause vom Einkaufen, da überfielen wir sie und fragten sie ganz dreist, ob wir denn bei denen im Driveway schlafen dürften. Ja, durften wir. ;D Dann haben wir uns zum Dinner 5min-Nudeln gemacht.

Irgendwann gingen wir noch ein bisschen spazieren, bevor wir nach noch ein paar Runden UNO im Bett schlafen ging.

 

27.03. - Tag 5 - Tagesziel: Te Anau (~290 km)

Am nächsten Morgen zogen wir uns nur an, legten den Menschen eine Tafel Schokolade vor die Tür und sind zur nächsten öfftl. Toilette gefahren. Dort gab es dann wieder Frühstück. Dann sind wir irgendwann wieder zu Katharina und mit ihr auf den Mount Cargill gelaufen. Ich bin ein grottiger BergaufWanderer und hatte das Gefühl, 3x fast gestorben zu sein. Oben war es dann aber wieder ganz cool und der Weg wieder runter war auch angenehmer ;)

Auf der Fahrt zum Mt Cargill wurden wir übrigens von der Polizei angehalten - allgemeine Verkehrkontrolle: Scheiße nur, dass Sarah als Fahrerin weder Kontaktlinsen noch Brille trug und wir hinten in unserem Auto noch Katharina liegen haben, dir da EIGL gar nicht sein darf. Glück nur, dass der Polizist weder das eine noch das andere bemerkte und uns dann noch freundlich den Weg zum Mount erklärte. ;)

Am Nachmittag musste es dann für mich und Sarah schon weiter in Richtung Westen gehen. So lieferten wir Katharina wieder in ihrem Hostel ab, denn ab jetzt geht es wieder ohne sie weiter..

So fuhren wir irgendwann wieder los, tankten noch eben voll und fuhren dann über Balclutha, eine Stadt, die auch für nichts zu gebrauchen ist, außer zum Dinner essen(diesmal Nachos), nach Te Anau. Bzw bis nach kurz vor Te Anau. Wir haben halt quasi on the road auf einem Rastplatz übernachtet. :) Während sich Sarah übrigens in Dunedin eine neue Kamera kaufte, weil ihre Alte ein wenig den Geist aufgab, habe ich mir dort für etwas sportliche Aktivität ein Springseil gekauft. :D Dieses nutzte ich dann an diesem Abend auch zum ersten Mal..

 

28.03. - Tag 7 - Tagesziel: irgendwo zwischen Te Anau undQueenstown via Milford Sounds (~390km)

Um 1115am mussten wir bei den MilfordSounds sein, weil wir da einen 90minütigen Cruise buchten. So stellten wir uns zum ersten mal einen Wecker. Gegen halb9 ging es los. Te Anau nutzten wir zum Tanken und dann sind wir zu den Sounds gefahren. War ganz lustig, weil man teilweise echt das Gefühl hatte, im Himmel zu sein - so viele Wolken! :D

Dort angekommen waren wir gerade so pünktlich für unseren Cruise. Und der war sogar ziemlich cool, bzw die Sounds sind einfach so ziemlich cool. Irgendwie echt impressive! Und Seerobben haben wir gesehen und sogar Delphine. :)

Bei der Rückfahrt zu Lake Manapouri machten wir dann etwas ruhiger und stoppten bei allen möglichen Aussichtspunkten etc. Da machten wir ein Fotoshooting an einem River, sind ein paar kurze Wege gewandert, sind zu einem Wasserfall gewandert und waren an einem Mirrorlake. Echt cool. :)

Dann sind wir zum Lake Manapouri, wo wir wohl so gegen 1730 ankamen und Dinner machten. Es gab Pfannkuchen. :D

Danach dachten wir uns, dass wir die letzte Dusche am 26. hatten und mal wieder eine gebrauchen könnten, aber gerade leider keine zur Verfügung hatten. Zumindest war das unser erster Gedanke. Unser zweiter Gedanke war dann, dass wir sogar eine 142 km² große Badewanne direkt vor uns haben. Da es mittlerweile schon halb8 war, duschten wir dann also im See. Es ist übrigens ein Gletschersee. Und es war übrigens kalt. Aber es war irgendwie echt erfrischend und wir fühlten uns danach echt gut. :D

Danach ging es bis irgendwo kurz vor Kingston, wo wir wieder auf einem Rastplatz nächtigten.

 

29.03. - Tag 8 - Tagesziel: Queenstown (~50km)

Nach dem Frühstück ging es dann wieder in den Van, aber die erste Pause ließ nicht lange auf sich warten. So fanden wir uns bald am schönen Lake Wakatipu, wo wir einfach ein bisschen die Aussicht und das gute Wetter genossen. Dann ging es weiter nach Queenstown. Auf dem Weg machten wir aber auch noch oft Stops an irgendwelchen LookOuts.

In Queenstown angekommen, erkundeten wir erst mal ein bisschen die Stadt. Mein Fazit: Ich mag diese Stadt irgendwie nicht so sehr. Einfach viel zu touristisch. Leben würde ich da nicht wollen.. In den QueenstownGardens haben wir ein bisschen gechillt (ja, der 29. war so unser erster Tag, an dem wir eigentlich so ziemlich nichts gemacht haben. :D), Postkarten geschrieben and that sort of stuff.
Irgendwann liefen wir dann wieder in die Stadt und buchten eine Aktivität für den nächsten Tag: NevisSwing - die größte Schaukel der Welt mit 70m freefall. Yo!

An diesem Abend haben wir dann noch den legendären Fergburger gegessen - ein Muss in Queenstown und der war auch echt ziemlich groß und ziemlich gut. Zu Übersehen ist der Laden auch nicht, denn es ist der, wo sich grundsätzlich die meisten Menschen tummeln..

Später sind wir zu einem DOC - Site gefahren. Halt so'n Campingplatz für billig mit nichts außer 'nem Plumpsklo und fließendem Wasser irgendwo im Nichts. Wir wussten in dieser Nacht nicht, wo wir sonst schlafen sollten.. Abends hörten wir dann ein bisschen Musik, tranken Wein und waren wieder wie üblich früh im Bett.

 

30.03. - Tag 9 - Tagesziel: Queenstown (~0km)

Das zweite Mal, dass wir uns einen Wecker stellen mussten. Man waren wir busy! Wir mussten um 1010am beim NevisSwingAbfahrtsort sein. Das haben wir auch geschafft, wenn auch knapp. Im Endeffekt hätten wir uns aber gar nicht so hetzen brauchen, da wir eh erst um 1040am mit einem Bus mit einer Gruppe aus 10Leuten zur Swing fuhren.

Dort angekommen stiegen wir aus dem Bus, wurden noch mal gewogen, sind eine 75m lange Swingbridge zur Platform gelaufen, haben unsere Ausrüstung angezogen bekommen und sind dann eigentlich auch schon gefallen. War ganz cool, aber mein Bungyjump (10.11.'12 in Taupo) war definitiv more thrilling. Danach haben wir noch Fotos und Video gekauft und wurden dann auch schon wiede zurück gebracht.

Dann entschieden wir uns, erst mal einkaufen zu fahren und machten uns so also auf die Suche, nach einem Supermarkt, den wir auch schnell gefunden haben.

Danach sind wir wieder zum Auto spaziert und machten und ..tadaadaa..Nachos zum Dinner. Nachdem wir das Geschirr abwaschen gegangen sind, habe ich mein Handy vermisst. Irgendwie...war es spurlos verschwunden. Scheiße. Wir haben wirklich den ganzen Van durchgesucht, von oben bis unten, von hinten bis vorne. Ich bin sogar noch mal auf die Toilette, wo wir den Abwasch machten, schauen gegangen. Aber es war einfach weg. Dann hatten wir aber auch keine Zeit mehr zum Suchen, weil wir um 19Uhr in der IceBar sein sollten. Sind dann also los, kamen dort an und haben erst mal Jacken und Handschuhe bekommen. Saugut. Sind dann da rein und ja..es war kalt. Erst mal 'n Cocktail. Übrigens auch aus einem Eisglas. ;) Leider war nicht zu viel los, aber man soll in diesen IceBars wohl auch nicht zu lange sein. Haben dann noch ein paar Fotos gemacht und sind dann bald auch schon wieder raus. Ich immer noch verzweifelt wegen meines verlorenen Handys. Sind dann aber mit dem Van erst mal ein bisschen weiter gefahren, zu unserem nächsten Schlafplatz, irgendwo im nirdgendwo, hinter irgendeinem Busch, mit vielen Schafen um uns herum.

Immer noch kein Handy. Keine Spur. Da bat ich Sarah, dass sie ihrem Hostdad bitte schreiben soll, dass er meinem Hostdad schreiben soll, dass ich mein Handy verloren habe - damit sie sich keine Sorgen machen. So etwa 10min später ging mir ein Licht auf: Es muss im Müllbeutel sein! So wühlten wir im Müllbeutel rum. Und siehe da: mein Handy!!! ALTER, war ich erleichtert! Wie es da rein kam? Wir haben am Nachmittag Broschüren aussortiert und in den Müll geschmissen und irgendwie muss da wohl mein Handy zwischen gewesen sein..

Ok, Rätsel gelöst - schlafen.

 

31.03. - Tag 10 - Tagesziel: irgendwo zwischen Arrowtown und Wanaka (~62km)

Nach dem Frühstück ging es wieder los. Richtung Arrowtown, was auch gar nicht so weit war. Und eigentlich ist Arrowtown gar nicht so besonders. Aber die Stadt ist einfach cool. Die Häuser in der Stadt sind so'n bisschen wie aus einem alten Western. Echt cool irgendwie und sollte man sich anschauen, wenn man schon mal dort ist. :) Dort haben wir aber eigentlich gar nichts gemacht und haben doch irgendwie den ganzen Tag dort verbracht. Zum Dinner gab es übrigens mal wieder Pfannkuchen mit Himbeermarmelade bzw Apfel & Zucker. :D

Dann ging es irgendwann weiter Richtung Wanaka und es war schon dunkel. Und man musste da auf dem Weg über einen Berg rüber. Das war ganz schön scheiße. Das ging da halt total im Zick-Zack hoch und die Kurven konntest du echt nur mit 15km/h nehmen. Höchstens 25km/h, aber auch nur, wenn dir kein Auto entgegen kommt. Das war schon krass und irgendwie nervig. Und benzinfressend. Und wir hatten dann irgendwann auch ziemlich Angst, bald out of petrol zu sein. Die Anzeige blinkte nämlich schon. Hörte aber auf, sobald die Strecke wieder gerade war - zum Glück. Irgendwo in einer kleinen Seitenstraße kurz vor Wanaka haben wir einen Platz zum Schlafen gefunden. Gute Nacht!

 

01.04. - Tag 11 - Tagesziel: Wanaka (~10km)

Losgefahren und bald waren wir auch schon in Wanaka. Und Wanaka ist echt schön. Zwar auch viel Touristen, aber das fällt da irgendwie nicht so krass aus und ich fand es auch an sich einfach schöner dort. :) Da checkten wir dann auf einem Campingplatz ein - wir brauchten nämlich unbedingt eine Waschmaschine und eine Dusche. :D Und an dem Tag haben wir eigentlich auch mal wieder nur gechillt. Und das Wetter war so gut, dass wir sogar die Wäsche draußen aufhängen konnten und kein Extrageld für 'nen Trockner ausgeben mussten. Am Abend sind wir dann noch ein bisschen an den Lake Wanaka gegangen und haben..nichts gemacht. :D

Dinner an diesem Tag: 5min-Terrinen. :D Bestimmt hatte ich auch 'nen Wein. :D

 

02.04. - Tag 12 - Tagesziel: irgendwo zwischen Haast und Fox Glacier (~255km)

Wieder mussten wir uns einen Wecker stellen, denn wir mussten vor 10am auschecken und wollten ja vorher auch noch mal Duschen und am Besten noch frühstücken UND abwaschen. Und wir haben das natürlich auch alles geschafft. Was würde Chris sagen: "German precision." 

Im TownCentre haben wir uns noch kurz mit Sophia, einem weiteren Aupair aus Hamilton, getroffen und ein bisschen gequatscht. Dann musste es aber schon weiter gehen zur nächsten Tanke. Und dann ging es wieder weiter: zur PuzzlingWorld Wanaka. Das war echt ganz cool. Da waren wir erst in einem großen Labyrinth, in dem man die Aufgabe hatte, zu den vier Towern in je einer der vier Ecken in bestimmter Reihenfolge(gelb,blau,grün,rot) zu kommen. Das haben wir nach 75min auch endlich geschafft. Sei wohl Durchschnitt. Man braucht wohl so 1 - 1,5h. Aber war irgendwie ziemlich cool. Und verwirrend. :D

Danach ging es in den IllusionRooms. Sagt ja schon der Name, was man da findet: Optische Täuschungen. War auch echt ziemlich cool. :)

Gegen 15Uhr sind wir weiter Richtung Norden. Haben da noch angehalten irgendwo bei Makarora und haben einen kleinen Walk zu den BluePools gemacht im Nieselregen. War trotzdem ganz schön. :)

Dinner an diesem Abend gab es Potato and Corn Chowder aus der Dose natürlich. Sah auch aus, wie schon mal gegessen, hat trotzdem okay geschmeckt. Hatten wir aber auch nicht noch mal..

Geschlafen haben wir diesmal irgendwo. Kann mich selbst nicht mehr genau erinnern. Auf jeden Fall irgendwo on the road zwischen Haast und Fox Glacier.

 

03.04. - Tag 13 - Tagesziel: Fox Glacier (~8km)

Noch am Vormittag kamen wir in Fox Glacier an und da schon die Ernüchterung: Regen. Dann haben wir Alex angerufen(nein, nicht den aus Christchurch..), einen Bekannten von Chris, der uns anbot, bei ihm zu schlafen. Da er gerade bei der Arbeit war, fuhren wir dort hin und er zeigte uns, wo man am Besten wandern geht, um den Gletscher zu sehen und was man noch so machen kann. Das war nicht viel, denn Fox Glacier ist..wahrscheinlich nicht mal so groß wie Brackstedt. Hat aber immerhin einen kleinen Supermarkt.

Danach sind wir erst mal im Regen zum Lake Matheson gegangen. Einem Mirrorlake, auf dem man die Reflektionen vom Mt Cook und Mt Tasman sehen kann und es ist wunderschön. Zumindest ist das, was man so liest und hört. Wir haben null Reflektionen gesehen und auch sonst war es nicht sonderlich impressive. Aber war ja eigentlich zu erwarten, denn es hat geregnet.

So sind wir zurück zum Auto - erst mal Lunchpause. :D Und dann..chillen..und dann..chillen. Und dann: "Hey komm, wir müssen jetzt IRGENDWAS doch hier noch machen können!". Sind dann irgendwo noch mal spazieren gegangen ein bisschen. Nicht lange, aber es hat immerhin so eine Sunde gefüllt und der Regen hat letztendlich auch aufgehört. :) Dann war es auch schon so 5Uhr und wir sind zu Alex' Haus gefahren. Dort haben wir dann Dinner gemacht: Strammen Max. :D  Mit Alex hatten wir aber kaum Zeit verbringen können, weil er nur busy war und nicht zuhause. Naja. Immerhin hatten wir ein Haus, eine Toilette, Strom, eine Dusche, fließendes Wasser, sogar ein normales Bett durften wir genießen. Es war großartig! :D

An dem Abend gab es dann noch einen Tee, ein bisschen Schoki und Wein, bevor es dann irgendwann gegen Mitternacht schlafen geht - ja, wenn Strom vorhanden ist, bleibt man irgendwie länger wach.. ;)

 

04.04. - Tag 14 - Tagesziel: Westport (~290km)

Am Morgen waren wir beide allein zuhaus. Genießten erst die Dusche und dann das Frühstück. Das war ein Luxus. :D

Alex hatte uns einen Zettel hinterlassen auf dem u.a. stand: "Guten Morgen, ich hoffe es war heut Nacht nicht zu kalt in eurem Zimmer. Ihr seit willkommen, noch eine Nacht zu bleiben. Wenn ihr geht, vergesst bitte nicht, das Haus abzuschließen. Falls wir uns nicht mehr sehen wünsche ich euch noch eine gute Weiterreise!"

Während des Früchstücks dann die Planänderung: Warum bleiben wir nicht einfach noch eine Nacht hier? Denn wir haben hier voll den Luxus, wir haben die Zeit und wieso einfach nicht?! Ok, das war schnell beschlossene Sache. Also: 04.04. - Tag 14 - Tagesziel: Fox Glacier (~0km)

An diesem Tag hatten wir auch wunderbares Wetter. Traumhaft. Nachdem wir frühstückten und uns fertig gemacht haben wollten wir dann eigentlich los. Mussten dann aber feststellen, dass wir nicht wissen, wie wir das Haus abschließen sollen! Schlüssel konnten wir nicht finden und dieses extra Sicherheitsschloss an der Tür hat einfach nicht eingerastet. Irgendwann haben wir es dann mehr oder weniger irgendwie gebacken bekommen. Konnten aber nur von innen abschließen und sind aus dem Fenster abgehauen. (Am Abend erklärte Alex uns dann, dass man die Tür einfach nur von außen hätte ganz dolle zu ziehen müssen...peinlich.)

Dann gegen 13Uhr sind wir erneut zum Lake Matheson, weil gutes Wetter und sind dort ein mal rumgelaufen. Etwa 1,5h. Haben aber auch viele Fotostops gemacht. Leider war es an diesem Tag aber ein wenig windig, sodass kleine Well'chen auf dem See waren und wir die Reflektionen immer noch nicht richtig sahen..naja, immerhin konnten wir sie erahnen.

Danach ging es direkt zum Gletscher. Auf dem Parkplatz noch eben Lunchpause und dann los in Jacke und Schal, weil am Gletscher ists ja bestimmt voll kalt! Auf den Gletscher darf man nur mit Guides, aber das war uns leider zu teuer. Also haben wir nur von etwa 100m Entfernung raufgucken können, aber irgendwie war es trotzdem ziemlich beeindruckend. Schon cool, echt! Irgendwann gingen wir dann wieder zurück. Mir war übrigens total warm und die Jacke war auch bald wieder ausgezogen. Nichts mit kalt.

So gegen 18Uhr waren wir wieder bei Alex. Dinner an diesem Abend: Pfannkuchen! :D

Ya. Das war sogar ganz schön lustig. Ich habe mich totgelacht, als Sarah ihren ersten Kuchen machte..wenn man sowas überhaupt noch Pfannkuchen nennen konnte. Es war einfach nur lustig (sorry Sarah falls du das gerade liest, aber das war wirklich..echt lustig!:D).

Später haben wir dann mit Alex noch bissl TV und 'ne DVD geguckt und bisschen gequatscht. War ganz nett. Irgendwann dann wieder pennen.

 

05.04. - Tag 15 - Tagesziel: irgendwo zwischen PancakeRocks und CapeFoulwind (~255km)

Nach einer gemütlichen Nacht im Bett, einem guten Frühstück und einer Dusche sollte es dann noch vormittags wieder weiter gehen. Der erste Abschnitt führte aber nur nach FranzJosef und war damit nicht so weit. Dort haben wir Katharina ein letztes Mal auf einen Kaffee bzw in dem Fall Tee bei ihr getroffen für 1-2h.

An diesem Tag hat es leider wieder viel geregnet, was die Fahrt nicht sehr angenehm machte. Aber wie wir alle wissen bin ich ja eine sensationelle Autofahrerin. :D

So kamen wir dann irgendwann in Hokitika an. Dort gibt es aber nicht viel zu machen. Bekannt ist Hokitika aber für seine JadeFactory, die wir uns angeguckt haben. Danach waren wir auch tatsächlich noch am Strand auf der Suche nach Jade. Nicht erfolgreich.

Danach ging es weiter nach Greymouth. Dort kauften wir nur schnell ein wenig ein, tankten und fuhren auch gleich weiter.

In irgendeinem Dörfchen hielten wir dann an, um Dinner zu machen. Öhm..Nachos. :D Yummy!

Dann ging es weiter, es wurde dunkler. Irgendwann waren wir dann bei den PancakeRocks, aber da war es schon dunkel und ich habe mich nicht getraut, im Dunkeln und Nieselregen 15min durch irgendeinen Wald zu den Rocks zu laufen, die wir, weil dunkel, eh nicht gesehen hätten. Also haben wir diese Attraktion leider auslassen müssen und fuhren weiter. Bei der nächsten Gelegenheit hielten wir dann aber irgendwo an zum Schlafen. Am Meer übrigens. :) Bei Sandflies übrigens! Boah, those f***ing sandflies! Only a dead sandfly ist a good sandfly. They are annoying as shit!

 

06.04. - Tag 16 - Tagesziel: Motueka via CapeFoulwind (~290km)

Nachdem wir dann wach waren, frühstückten und auch sonst soweit mit allem fertig waren ging es wieder weiter. Zu unserem Vergnügen stellten wir fest, dass das Wetter es sehr, sehr gut mit uns meinte. Mal wieder ein Tag voller Sonnenschein! Kurze-Hosen-Wetter!! :D

So sind wir dann irgendwann am Cape Foulwind angekommen. Wunderschön kann ich euch sagen! Dort haben wir uns wohl so zwei Stunden aufgehalten. Und es war einfach nur schön! Erst haben wir einen walk gemacht. Nach den ersten 500m waren wir an einem Lookout, wo man ganz viele Seerobben beobachten konnte. Diese faulen Dinger machen auch den ganzen Tag nichts, als auf irgendwelchen Steinen am Meer rumzuliegen! Aber trotzdem irgendwie süß. Babyrobben waren auch dort. :) Dann entschieden wir uns irgendwann, noch zum "richtigen Cape" zu laufen. Also bis dahin, wo der Leuchtturm steht. Sah eigentlich gar nicht so weit aus. Und Luftlinie ist wahrscheinlich auch nur halb so weit wie die Wegstrecke. Und Jenni hatte natürlich auch die besten Schuhe dafür an - Flipflops nämlich. Juhu. Aber irgendwann kamen wir dann auch aun dem langweiligsten Leuchtturm, den ich je gesehen habe an. :D

Zurück am Auto gab es dann erst mal Lunch. Falls ich das noch nicht erwähnte: Es gab immer ein Jam-Sandwich. Was anderes hatten wir nämlich nicht. :D

Dann ging es wieder weiter nach Westport. Warum wir da waren, weiß auch kein Mensch, da mussten wir nämlich eigentlich gar nicht hin. Blöd nur, dass wir die Ausfahrt verpassten. Bzw eigentlich haben wir sie nicht verpasst, aber wir dachten, wir folgen einfach den Schildern nach "Nelson", aber leider war Nelson dort noch gar nicht ausgeschildert, sodass wir erst mal durch Westport fuhren, bevor wir wieder auf dem richtigen Weg waren.

Irgendwann hielten wir dann wieder an. Bei einer Swingbridge. Der größten in Neuseeland übrigens, irgendwo bei Buller. Ein Fakt über Swingbridges: Jenni mag die. Und weil Jenni die mag, mag Sarah die nicht. Und weil ich die mag springe ich da unglaublich gern drauf rum, weil Sarah das noch weniger mag. Oh ja, ein schadenfreudiger Mensch bin ich wohl immer noch. :D  Auf der anderen Seite des Flusses angekommen machten wir einen kleinen 20minütigen Walk, bevor wir dann wieder am Auto waren und weiter fuhren. Das nächste Ziel war dann Motueka. Bzw weil es schon so dunkel war, war das Ziel eher: Irgendein Feldweg in Motueka, wo wir schlafen können. Vorher machten wir noch Rast irgendwo zum Dinner: Tütennudeln.

Feldweg gefunden, bettfertig gemacht, die allabendlichen Rätsel gelöst und dann schliefen wir auch schon. Wir haben uns übrigens wieder einen Wecker gestellt.. ;)

 

07.04. - Tag 17 - Tagesziel: Canaan Road, Abel Tasman National Park (~30km)

Wecker gestellt,weil wir um 11Uhr mal wieder einen Termin hatten. Eigentlich war der Wecker aber eh unnütz, weil ich sowieso schon immer allerspätestens um halb9 wach war..egal. So frühstückten wir, machten uns fertig und fuhren wieder los. Wohin? Motueka Airport. Warum? SKYYYDIIIIVE! ;D

Yo! Da angekommen, mussten wir erst mal unterschreiben, dass wir damit einverstanden sind, im schlimmsten Fall sterben zu können. So fängt ein guter Tag an! ;D

Dann bekamen wir eine Einführung und so'n Zeugs. Dann ein letztes mal auf Toilette (ich glaube ich war innerhalb einer halben Stunde 3x..) und dann Ausrüstung anbekommen. Einen lustigen weiß-roten Anzug, einen noch viel lustigeren Hut und die superlustige Partybrille. Und halt die ganzen Dinger, wo der Rest festgemacht wird. Mit dem ganzen Zeug (Ausnahme Brille und Hut) fühlte ich mich wie ein kleiner Pinguin. :'D

So wartete ich mit Sarah auf unsere Paparazzi(jap, wir hatten je unseren eigenen Fotografen ;D) und unseren Mitflieger. Unser Fotograf hat dann noch eben ein kleines Interview mit uns durchgeführt und dann ging es auch schon zum Flieger. Und wie ihr vllt wisst, ist so eine kleine Propellermaschine total klein. Und wir waren da hinten mit 9Personen(2Fotografen + 3Skydiver + 3 Skydiverguides + 1 Typ, der als erstes ausm Flugzeug sprang - keine Ahnung wer das war) drin. Das war ganz schön eng. Aber ok. Während des etwa 15min langen Fluges bis hoch auf 13000ft gab es dann die letzten Instruktionen und Momentaufnahmen, dann öffnete sich links neben mir auch auf ein mal schon die Tür. Da sprang erst dieser merkwürdige Typ raus. Da dachte ich, dass das Sarah wäre, weil die nämlich auch hinter mir saß und ich gar nicht wusste, dass dieser Typ da noch war und dann fühlte ich mich schon viel besser, weil ich nicht als erste gesprungen bin, aber im Endeffekt bin ich dann ja quasi doch als erste gesprungen. Naja. Wir saßen dann da auf jeden Fall an der Tür, mein Rücken festgemacht an dem Bauch des Typen hinter mir. Ich überkreuzte meine Arme über meiner Brust, machte meinen Kopf nach hinten und dann sind wir auch schon gefallen. Ich habe sogar ein bisschen geschrieen. Mein Paparazzi ist mir natürlich auch treu gefolgt. ;) Und dann sind wir da etwa 50sek durch die Luft geflogen - man war das geil! Das war echt superklasse. Es ist nur übrigens arschkalt da oben. ;) Aber btw: Wir hatten wieder superklasse Wetter, d.h. auch super klasse Aussicht! :)

Dann ging irgendwann der Fallschirm auf. Das fand ich dann schon nicht mehr so cool. Da waren dann diese Gurte mega ungemütlich auf einmal und dann hat das so auf meinen Bauch gedrückt und dann bekam ich immer mehr das Gefühl, dass mir mein Frühstück gleich wieder oben raus kommt und dann fragt mich der Typ, ob alles cool ist. Ich natürlich: "Ja klaar!" und daraufhin drehten und windeten wir uns durch die Lüfte und ich dachte nur: "Können wir jetzt bitte nicht einfach wieder unten ankommen?!?!?" Naja. Nach ein paar Windungen und Drehungen kamen wir dann auch wieder unten an. Mir war immer noch schlecht. Dann haben wir da auch noch einen kleinen, lustig aussehenden Crash gemacht, ich war erst mal so ein bisschen verwirrt. Und dann war es das auch eigentlich schon. Ausrüstung wieder aus. Mir war immer noch schlecht. Dann bekamen wir irgendwann Video + Fotos sind dann irgendwann wieder weiter. Mir war übrigens immer noch schlecht. :D Aber eigentlich war es trotzdem echt super! :) So viel dazu.

Dann sind wir in die Stadt zum Lunch, bevor es dann auch schon wieder weiter in Richtung Abel Tasman National Park ging. Auf dem Weg stoppten wir noch am Hawkes Lookout und dann waren wir auch irgendwann schon da, auf der 11km lange Schotterstraße(, auf der wir uns auch, wie ihr im Folgenden lesen werdet, mal sehr zu sein gefreut haben(?)). An diesem Tag fuhren wir davon aber nur etwa 6km, weil es zu regnen anfing und wir da ein nettes Örtchen zwischen unzähligen Schafen auf einer großen Wiese mit Plumpsklo, fließendem Wasser und einem Unterstand fanden, wo wir schliefen. Davor gab es aber noch Dinner: Tomatensuppe mit Brot.

 

08.04. - Tag 18 - Tagesziel: Abel Tasman National Park Carpark(end of Canaan Road) (~5km)

Der erste Blick aus dem Fenster verriet, dass gerade tatsächlich ganz schön viele Schafe um unser Auto herum am grasen sind. Die liefen aber schon weg, als ich nur die Autotür öffnete. :D Wetter übrigens wieder super! :)

Nach dem Frühstück und dem ganzen Blödsinn ging es dann weiter zum Carpark. Da ging dann die erste Wanderung los zum Gorge Creek Lookout und zum Harwoods Hole. Daraus machten wir so 1,5h, weil wir an beiden Stationen einen relativ langen Aufenthalt hatten. Der Gorge Creek Lookout war richtig cool. Da waren halt so ganz viele Steine..und da hinter ging es einfach runter. Und nicht nur 5m, sondern mindestens 25x5m. War aber irgendwie echt cool dort. Super Aussicht aufs Tal. Da kamen dann irgendwann noch zwei (deutsche) Jungs mit denen wir ein wenig gequatscht haben. AM Harwoods Hole haben wir uns dann wiedergetroffen. Dort war es auch krass. Da ist einfach so ein Loch im Boden - etwa 180m tief. Einfach mal so. Ein Loch. Voll krass. Irgendwann schmissen wir unerlaubterweise mal einen Stein dort runter..ich habe einen Stein noch nie so lange nur fallen hören. Das fand ich echt krass. Wir konnten auch den Boden gar nicht sehen. Was ich krass fand: Wir sind da halt echt viel rumgeklettert. Ein falscher Schritt und wir wären da auch so lange gefallen wie der Stein. Einfach so. Das ist eigentlich schon krank. Naja. Irgendwann gingen wir dann wieder zurück zum Auto. Lunchpause, höhö. Da dachten wir uns dann aber, dass es das ja nicht gewesen sein kann und haben uns zu noch einem weiteren Walk motiviert: 50min zum Wainui Saddle. Dort angekommen, fanden wir es aber langweilig, denselben Weg einfach wieder zurück zu gehen, so dass wir uns entschieden, den Canaan Loop Track zurück zu laufen. Sah auf der Karte auch ganz einfach aus und nur minimal länger als der Weg, den wir hin liefen.

Im Endeffekt stellte sich aber raus, dass das die beschissenste Entscheidung unseren ganzen Trips war. Wir liefen nämlich bestimmt 4h und ich war schon kurz vorm Heulen, weil ich irgendwann die Hoffnung aufgab, heute noch beim Auto anzukommen. Irgendwann fing es nämlich schon zu dämmern an. Da kamen wir an einem kleinen Häuschen vorbei, unbewohnt, Fenster eingeschlagen, wo wir uns überlegten zu nächtigen, falls wir den Weg echt nicht mehr finden. Nachdem wir dann aber noch ein wenig weiter liefen, kamen wir an ein leeres Flussbett. Wir haben uns die ganze Zeit gefragt, ob uns die Gegend irgendwie bekannt vor kam. Nö. Dann war daneben aber ein Schotterweg. Da überlegten wir uns schon, ob das jetzt dieser 11km lange Schotterweg ist, waren uns aber nicht sicher. Und in welche Richtung sollten wir überhaupt laufen?! Dann kamen wir aber kurze Zeit später an so einen Ding vorbei, womit man Schafe und sonstige Tiere am Weglaufen hindert. Und das kam mir bekannt vor. Ich wusste 100%ig, dass ich da mit dem Auto rübergefahren bin. Also waren wir richtig, JUHU! Und gingen auch in die richtige Richtung. Das blöde nur: Wir waren nicht mal an dem Platz, wo wir die letzte Nacht verbrachten. D.h. es sind noch so 6km. Und es war mittlerweile schon komplett dunkel. Immerhin hatten wir schlauerweise unsere Taschenlampen dabei. Da kam ein Auto. Ein Arschlochauto, denn es hielt nicht an. Also liefen wir weiter. Kalt war uns übrigens auch schon. Dann kam aber irgendwann noch ein Auto und: ES HIELT AN! Und hat uns mitgenommen. Eine alleinreisende Französin. Ich war noch nie so glücklich, eine Französin zu treffen!

Endlich waren wir wieder am Auto angekommen. Auf Dinner hatten wir verzichtet, dafür hatten wir je 2 Tassen Tee zum Aufwärmen, versteckten uns in unseren Schlafsäcken und froren immer noch. Irgendwann schliefen wir aber ein.

 

09.04. - Tag 19 - Tagesziel: Takaka via Farewell Spit (~140km)

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Norden. In Takaka checkten wir mal wieder auf einem Campingplatz ein, denn es war mal wieder Zeit zum Duschen und Wäsche waschen. So kamen wir dort also an, duschten, waschten Wäsche und hingen sie, weil wir total gutes Wetter, draußen auf. Wir ließen die Wäsche zurück und fuhren weiter zum Farewell Spit. Dort waren wir an zwei Lookouts. Der erste schön, der zweite richtig dolle toll schön! UND: Super Wetter! :D

Dann ging es irgendwann wieder zurück. Wir hielten noch am Golden Bay an. Dann wieder zurück nach Takaka, erst mal einkaufen, dann zum Campingplatz. Es war mittlerweile übrigens übel am Regnen und unsere Wäsche war dementsprechend noch nasser als vorher. Haben wir ja viel erreicht. Naja. Da haben wir die Wäsche erst mal in den Trockner geschmissen. Und Dinner gemacht: Nachos übrigens. :'D

Trockner fertig. Das Resultat: Wäsche immer noch feucht. AAAH! Eine Scheiße! Also haben wir sie erst mal in Tüten ins Auto deponiert, haben dann noch bissl gequatscht und Wein getrunken, bis es weider in Bett ging.

 

10.04. - Tag 20 - Tagesziel: Okiwi Bay DOC Site (~310km)

An diesem Morgen stellten wir uns wieder einen Wecker, denn wir mussten um 10Uhr vom Platz verschwunden sein und wollten vorher noch frühstücken und duschen. So ging es also weiter Richtung Nelson. Dort machten wir aber nicht viel außer das Genießen eines Softeis am Strand. :D

Dann ging es also weiter. Blenheim sollte das nächste Ziel sein. War es aber nicht. Es war das Übernächste. Denn das nächste Ziel war ein geeigneter Platz zum Wäsche aufhängen, den wir auch gefunden haben. Ein schöner, ruhiger Rastplatz mit ganz viel Bäumen, wo wir die Schnur aufhingen, die wir in Motueka kauften und unsere Wäsche platzierten. Als wir dort ankamen war es aber schon halb3. Um halb5 entschieden wir uns dann, dass der Rest jetzt eh nicht mehr trocken wird und verfrachteten es wieder in Tüten und fuhren weiter. Jetzt aber Blenheim. Dort war es auch schon relativ dunkel. Dort gingen wir auch nur auf Toilette. Und nahmen dann unseren ersten Hitchhiker mit. Der hat uns erst mal gesagt, dass deutsche Touristen ja ganz toll seien, weil ihn bisher immer nur Deutsche mitgenommen haben. Soso. Der hat uns dann 'n bisschen vollgequatscht.Er wollte nach Christchurch, aber wir konnten ihn halt nur bis Okiwi Bay mitnehmen. Und wenn er kein Glück hatte, steht er dort heute noch und wartet auf jemanden, der ihn mitnimmt.

Wir waren dann auf jeden Fall an unserer Schlafstätte. Es war dunkel. Zum Glück hatten wir Taschenlampen. :D So machten wir uns eben schnell 5min-Terrinen zum Dinner.

Und dann ging es auch schon bald wieder schlafen. Das Plumpsklo roch übrigens echt abartig. Ist der Besuch eines Plumpsklos nicht aber im Endeffekt eh dasselbe, wie die Nutzung der freien Natur? :'D

 

11.04. - Tag 21 - Tagesziel: Irgendwo vor Christchurch via Hanmer Springs (~270km)

Nachdem wir am Morgen die Wäsche wieder aufhingen, während wir frühstückten und einen kleinen 10minütigen Morgen-Walk zu einem LookOut unternahmen, ging es auch bald wieder weiter. Wäsche übrigens endlich trocken!

Nächstes Ziel war dann Kaikoura. Dort waren wir ein klein wenig shoppen, sind dann aber auch bald weiter nach Hanmer Springs. Da wollten wir nämlich in die ThermalPools - ein bisschen Luxus zum Ende des Trips. Da wurde ich auch ganz lieb von Sarah eingeladen, weil ich zum Geburtstag einen Gutschein von ihr bekommen habe. :) Und es war auch wirklich ziemlich entspannend. Also eigentlich echt super. Und einen Dusche hatten wir auch noch mal! ;D

Als wir dort nach etwa 2h wieder rauskamen, war es aber schon wieder so halb6, d.h. es wurde schon wieder dunkel. Wir wollten aber noch bis kurz vor Christchurch fahren und dann auf irgendeinen Rastplatz schlafen. Haben wir auch genau so gemacht. :) Zum Dinner gab es noch mal Tomatensuppe. ;) Dann schlafen.

 

12.04. - Tag 22 - Tagesziel: Irgendwo zwischen Akaroa und Christchurch via Akaroa (~190km)

Gegen 11Uhr ging es dann los durch Christchurch nach Akaroa. In Christchurch hat es wieder ein bisschen gedauert, bis wir ankamen. Ich beruhigte Sarah mit dem Satz: "Du kannst dich übrigens vollkommen sicher fühlen, denn ich weiß genau, wo ich hin muss!". Darauf Sarah:"Ähm. Das ist Ironie, oder?" Ja, es war Ironie. Aber irgendwann waren wir tatsächlich auf dem Weg nach Akaroa. Es war übrigens mehr als nur kurvig und bergig auf dem Weg dorthin. Wenn 45km/h vorgeschlagen werden, sollte man die in diesem Fall auch fahren. Manchmal fühlte es sich trotzdem an, als würde das Auto gleich umkippen. :D

Irgendwo haben wir dann auf dem Weg noch mal einen LunchStop gemacht und dann kamen wir auch schon irgendwann in dem kleinen, süßen, schönen, französisch gehaltenem Städtchen an. Dort erst mal zum InfoCentre und Postkarten gesendet. Dann zum Leuchtturm. Dann haben wir unsere Backpacks gepackt und unser Auto ein wenig aufgeräumt. Dann sind wir dort noch ein wenig spazieren und schaufenstershoppen gegangen. Irgendwie echt süß, das kleine Akaroa! :)

Dann ging es aber irgendwann schon wieder zurück. Irgendwo auf einem Rastplatz, wo dann auf ein mal auch ein Schaf rumlief, machten wir uns strammen Max zum Dinner. :)

Dann fuhren wir weiter und haben irgendwo kurz vor Christchurch geschlafen. Direkt an der Straße eigentlich. Relativ viel Verkehr. Bzw am morgen eher Fahrradverkehr, denn dort fuhren voll viele Radfahrer lang. In Gruppen, einzeln,.. Es war aber kein Radrennen, denn dafür sahen die alle zu entspannt aus. Vielleicht Tag des Fahrrads oder so, weiß der Geier.

 

13.04. - Tag 23 - Tagesziel: Christchurch Airport via FerryRoad (~35km)

Wir mussten uns wieder den Wecker stellen. Denn um 12Uhr muss unser Van sauber, aufgeräumt und gewaschen zurück bei der Company sein. Wir hatten also unser letztes Frühstück, packten unsere restlichen Sachen und fuhren nach Christchurch zu einer Autowaschanlage. Dort räumten wir auf, saugten, waschten. Hat auch ziemlich lange gedauert. Frauen eben. ;)

Dann sind wir noch ein mal kurz einkaufen gefahren und haben den Van um etwa halb12 wieder zurückgebracht. War auch gar kein großes Hin und Her mehr und wir konnten gehen. Warteten also noch bis 12Uhr, denn dann hat Marvin uns abgeholt. Ein Kumpel von mir, den ich auf Fiji kennen gelernt hab, der in Christchurch als Aupair ist. Mit ihm hatten wir noch einen 2-3stündigen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Danach brachte er uns zur Busstation, bei dem wir unseren Bus zum Flughafen nehmen mussten. Dort angekommen verabschiedeten wir uns wieder und fanden uns erst mal zurecht. Und dann ich: "Wo ist eigentlich unser Essen?!" - Sarah: "Weiß nicht, du hattest die Tüte doch." - "Ja aber ich hab die nicht!" Also mussten wir Marvin noch mal zurück rufen. Geht ja nicht, dass der mit unserem Essen wegfährt! :P  Nachdem er uns das dann wieder gebracht hat und wir also die Nacht nicht durchhungern mussten, ging es zum Flughafen. Dort besorgten wir uns wieder unsere tollen Renntrolleys und machten es uns in der Lounge gemütlich. Die Stunden verstrichen. So wurde der Loungebereich irgendwann wieder geschlossen, sodass wir uns irgendwann wieder im Café fanden und dann irgendwann wieder auf irgendwelchen Stühlen, wo wir schliefen und dann irgendwann wieder in der Lounge und dann frühstückten wir wieder irgendwo und dann gingen wir irgendwann zum Flugzeug, welches aber Verspätung hatte, sodass wir um unseren Anschlussbus in Auckland bangten. Im Endeffekt ging aber alles gut und wir kamen wie geplant um 1455Uhr wieder in Hamilton am TransportationCentre an, wo dann irgendwann auch unsere Gastmums mit Kindern kamen, die sich total freuten, was total süß war

 

Und das..war unsere Südinseltour! :)

 

 

Allerliebste Grüße,

eure Jenni! :)

 

btw: Du hast so eben einen Text mit 7169 Wörtern gelesen. Sorry, mate.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Iggy (Freitag, 03 Mai 2013 11:06)

    Hi Jenny,
    ich werde heute mal mit Nane über den Rummel schlendern ! Das mit dem Breakdancer lassen wir lieber - sonst muss ich "breaken" !
    Liebe Grüsse
    Iggy
    P.S. Bring mal 1-2 Pinguine mit, wenn Du wieder nach Hause kommst ! Machen sich gut im Gartenteich !